Hundeberufe: Wenn Hunde zu Helfern werden

Polizeihunde, Spürhunde, Blindenhunde, Rettungshunde - die Anzahl an Berufen, die Hunde ausüben können, ist inzwischen groß. Sie leisten dabei einen großen Beitrag und unterstützen nicht nur ihre Besitzer.

Hunde sind die wohl beliebtesten Vierbeiner und treue Begleiter. Doch neben ihrer gutmütigen Art haben sie oft noch ganz andere Fertigkeiten: Sie helfen Menschen durch ihre großartigen Berufe. Hunde unterstützen blinde oder kranke Menschen, kommen bei Rettungs- oder Polizeieinsätzen zum Einsatz und fördern die Entwicklung von Kindern.

 

Polizeihunde und Drogenspürhunde

Einer der bekanntesten Hundeberufe ist der Polizeihund. Er unterstützt durch seinen scharfen Geruchssinn dabei, Sprengstoff, Drogen oder auch Leichen aufzuspüren. Spürhunde trifft man auch oftmals am Flughafen an. Sie helfen Zollbeamten dabei, unerlaubte Substanzen aufzuspüren. Außerdem helfen sie bei der Suche von vermissten Kindern und hilfsbedürftigen Menschen. Auch als Bodyguards werden Hunde eingesetzt: Schutzhunde bieten Menschen also die benötigte Sicherheit.

 

Rettungshunde

Das Deutsche Rote Kreuz sucht mit Rettungs-, oder auch Trümmerhunden gennant, nach verschütteten Menschen. Durch ihren ausgeprägten Geruchssinn sind Hunde wahre Helden darin, Personen ausfindig zu machen, die vergraben sind. So haben Hunde beispielsweise auch in den beiden Weltkriegen bei der Suche nach Menschen geholfen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert in etwa zwei bis drei Jahre. 

 

Blindenführerhunde und Assistenzhunde

Blindenführerhunde sind vertraute Begleiter für Menschen, die blind sind oder an einer Sehbehinderung leiden. Dabei kommt ihnen eine wichtige Aufgabe zu: Sie führen ihre Besitzer sicher an verschiedene Orte und halten sie von unbekannten oder gefährlichen Umgebungen fern. Außerdem achten sie darauf, dass ihr Herrchen oder Frauchen nicht durch Baustellen oder andere Orte läuft, an denen Gefahr zu stürzen besteht. Hunde lernen in der einjährigen Ausbildung eine Vielzahl von Kommandos wie zum Beispiel „Such Ampel!“.

Assistenzhunde können bei bestimmten Krankheiten Anzeichen von Gefahren erkennen und ihre Besitzer davor warnen. So merken sie unter anderem, wenn ein diabetischer oder epileptischer Anfall droht und spüren, wenn Herrchen oder Frauchen einen Schlaganfall bekommt.

 

Lesehunde und Therapiehunde

Doch nicht nur physischen Beistand leisten die Vierbeiner. Auch bei psychischen Erkrankungen stehen sie Menschen zur Seite und wirken tröstend. Sie können Albträume unterbrechen oder bei Panikattacken ihre Besitzer an einen ruhigen Ort bringen. Außerdem helfen Hunde bei der kindlichen Entwicklung. Sie hören geduldig bei ersten Leseversuchen zu und verbessern so die Lesefähigkeit von Kindern. Auch im Schulalltag können Hunde die kognitive Leistung der Schüler fördern oder beruhigend auf das Klassenklima wirken. Ebenso werden Therapiehunde in Altenheimen oder Krankenhäusern eingesetzt.

 

Hunde sind wahre Talente: Sie beschützen die Menschen um sie herum, erkennen Gefahren und spüren, wenn es Herrchen oder Frauchen schlecht geht. Genau aus diesem Grund sind sie auch so beliebte Haustiere. 

Aktualisiert: 23.02.2021

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