Diese Sträucher & Büsche sind für Pferde giftig

Pferd frisst von giftigen Sträuchern © istockphoto, middelveld

Büsche und Sträucher werden gerne als Reitplatzbegrenzung oder im Gelände auch als Hindernisse eingesetzt (zum Beispiel Buchsbaumhecken). Viele von ihnen sind jedoch nicht ungefährlich für Pferde. Da Pferde aus Neugier oder Langeweile gerne knabbern, sollten sich giftige Pflanzen nicht in ihrer Reichweite befinden. Welche Sträucher und Büsche für Pferde giftig sind und an welchen Symptomen man eine solche Vergiftung erkennt, erfahren Sie im Folgenden.

Eibe: hochgiftig für Pferde

Die Eibe ist für Pferde sehr giftig und kann bereits in geringen Dosen (100 bis 200 Gramm Nadeln) zu plötzlichen Todesfällen führen. Alle Pflanzenteile außer der roten Fruchthülle enthalten das Alkaloid Taxin, welches Auswirkungen auf das Herz hat.

Das sind bei Pferden die Symptome einer Vergiftung mit Eibe:

  • Speichelfluss und Schaumbildung
  • Entzündungen des Magen-Darm-Traktes
  • Kolik
  • Durchfall
  • Blasenentzündungen 
  • Ataxie (Koordinationsstörungen)

Im weiteren Verlauf einer solchen Vergiftung kann es zu Leberversagen, Herz-Kreislaufversagen und Atemlähmung kommen. Außerdem kann bei trächtigen Stuten durch die Eibe ein Abort (Frühgeburt) ausgelöst werden.

Buchsbaum – giftige Zierpflanze

Das Gift des Buchsbaumes ist das Alkaloid Cyclobuxin, welches in der Rinde, den Blüten und Blättern enthalten ist. Bereits 750 Gramm Buchsbaumblätter können für ein Pferd tödlich sein.

Eine Buchsbaumvergiftung erkennt man bei Pferden an folgenden Symptomen:

  • Durchfall
  • Überempfindlichkeit gegenüber Reizen und Geräuschen
  • Krämpfe
  • Lähmungen
  • Atemlähmung

Tollkirsche (Belladonna): schon in geringen Mengen sehr gefährlich

Die Tollkirsche enthält ebenfalls giftige Alkaloide, unter anderem Atropin und Scopolamin. Schon bei geringer Dosis zeigt sich die giftige Wirkung und die Aufnahme kann durch Atemlähmung auch zum Tod des Pferdes führen.

Symptome einer Vergiftung mit Tollkirsche sind beim Pferd:

  • weite Pupillen
  • trockene Schleimhäute
  • Schluckstörungen
  • Sehstörungen
  • beschleunigter Puls
  • Unruhe und Krämpfe
  • Tobsuchtsanfälle (daher stammt auch der Name)
  • Atemlähmung

Thuja: Giftiger Lebensbaum

Pferde reagieren sehr empfindlich auf die ätherischen Öle und das Thujon, den Wirkstoff der Thuja. Schon beim bloßen Kontakt zu Haut und Schleimhäuten kann sich eine reizende Wirkung zeigen. Auch die Aufnahme ist schädlich, jedoch nicht direkt tödlich. Allerdings ist ein Tod durch die Folgesymptome (beispielsweise Kolik) nicht auszuschließen.

Symptome einer Thujavergiftung sind bei Pferden:

  • Hautentzündungen
  • Kolik
  • Krämpfe
  • Leber- und Nierenschäden

Efeu: für Pferde kaum eine Gefahr

Vor allem die Früchte des Efeus enthalten giftige Saponine. Eine Vergiftung scheint bei Pferden jedoch eine eher geringe Rolle zu spielen.

Vergiftungssymptome nach dem Fressen von Efeu sind beim Pferd:

  • Durchfall
  • Erregung und Krämpfe

Flieder: wohl nicht giftig für Pferde

Entgegen vieler Vermutungen scheint Flieder für Pferde nicht giftig zu sein.

Aktualisiert: 19.05.2017 – Autor: Malin Held

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