Nahrungsergänzungsmittel für Pferde

Nahrungsergänzungsmittel gibt es nicht nur für Menschen. Auch für Pferde können sie hilfreich sein. Welche Nahrungsergänzungen sind für Pferde wirklich sinnvoll und was ist zu beachten?

Nahrungsergänzungsmittel für Pferde

Pferde werden heutzutage kaum noch als Nutztiere gehalten, sondern nehmen viel mehr die Rolle eines Sport- oder Freizeitgefährten ein. Sie werden gehegt und gepflegt, und das zurecht: Besonders im Turniersport und im Wettkampf reicht eine gute Veranlagung des Pferdes oft allein nicht mehr aus, um den hohen Leistungsanforderungen gerecht zu werden.

Die richtige Ernährung ist Grundlage für ein gesundes und langes Pferdeleben

Nicht immer deckt die Grundversorgung den vollen Bedarf Ihres Pferdes. Eine mögliche Lösung: Nahrungsergänzungsmittel. Diese sollen Mangelzustände verhindern, leistungsfähiger machen und Krankheiten vorbeugen oder einen sanften Ausgleich bewirken. Doch stimmt das wirklich?

Um das Pferd mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, reicht in der Regel eine ausgewogene Mischung aus Rau- und etwas Saftfutter aus. Unter Umständen kann es jedoch sein, dass eine „gewöhnliche“ Ernährung nicht genügt. Dann kommen Nahrungsergänzungsmittel und Futterzusätze ins Spiel. Dabei handelt es sich zum größten Teil um Konzentrate verschiedener Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe, welche in Form von Pellets, Ölen, Pulver oder in flüssiger Konsistenz dem normalen Kraftfutter zugefügt werden. 

Was Nahrungsergänzungsmittel bei Pferden bewirken können

Die im Ergänzungsfutter enthaltenen Stoffe beeinflussen den korrekten Ablauf der biochemischen Reaktionen im Körper des Pferdes und können so unter anderem bei Atemwegsproblemen und einem geschwächten Immunsystem von Nutzen sein. Zusätzlich können sie den Leistungserhalt oder -aufbau fördern und Hilfestellung bei Verdauungsproblemen oder auch tragenden oder laktierenden Stuten leisten. Weitere positive Auswirkungen können die Verbesserung des Mineral- und Vitaminhaushaltes, der Hufe, des Bewegungsapparats, der Nervenstärke und der Haut und Haarstruktur sein.

Was bei der Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln bei Pferden beachtet werden muss

Wichtig ist die Dosierung der Nahrungsergänzungsmittel! Eine Futtervergabe nach einer recht groben Schätzung eignet sich also nicht! Glücklicherweise sind Nahrungsergänzungsmittel in der Regel einwandfrei dosierbar, sodass der entsprechende Zusatzfuttermittel-Bedarf optimal abgedeckt werden kann. 

Des Weiteren ist eine Zugabe nur dann sinnvoll, wenn auch tatsächlich ein Mangel beziehungsweise ein erhöhter Bedarf besteht. Folglich muss das Ergänzungsfuttermittel in den meisten Fällen nicht permanent zum Futter hinzugegeben werden, sondern nur von Zeit zu Zeit.  So können Überdosierungen vermieden werden, welche zu schädlichen Überversorgungen führen können!

Fazit

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie gesund und angepasst füttern, hochwertige Futtersorten verwenden und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt durchführen lassen. Dann kann in der Regel auf Nahrungsergänzungsmittel und Futterzusätze verzichtet werden. Bei Krankheiten oder Höchstbelastungen ist es gegebenenfalls sinnvoll, die Ernährung anzupassen und eine eventuell notwendige zusätzliche Zufuhr mit einem Tierarzt abzusprechen.

Aktualisiert: 27.06.2019

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