Katzen baden

Wie Sie Ihre Katze sorgsam pflegen und baden

Katzen sind in der Regel sehr wasserscheu und suchen schon bei dem Anblick von Wasser meist das Weite. Nichtsdestotrotz sind sie bemerkenswert reinliche Tiere und verbringen täglich bis zu 3 Stunden mit ihrer Fellpflege. Ob und wie Sie Ihre Katze zusätzlich noch baden sollten, erfahren Sie hier.

 

Sollten Katzen gewaschen werden? 

Grundsätzlich sind Katzen sehr saubere Tiere und kümmern sich mithilfe der speziellen Struktur ihrer Zunge selbst um die Sauberkeit ihres Fells. Demzufolge werden Katzen nur selten so dreckig, dass ein zusätzliches Bad notwendig ist. Dennoch ist es in gewissen Situationen sinnvoll, Ihre Katze bei der Reinigung zu unterstützen und sie zu baden. Dies ist der Fall, wenn Ihre Katze vom Freigang stark verschmutzt ist oder sich infolge einer Verletzung nicht mehr selbst putzen kann. 

Da ein Bad in Ihrer Samtpfote großen Stress auslöst, sollten Sie einige Vorkehrungen treffen und Dinge beachten, um diese Ausnahmesituation so angenehm wie möglich für Ihre Katze zu gestalten. 

 

Was sollte vor dem Bad beachtet werden? 

Um Ihre Katze weitestgehend während dieser Stresssituation zu entlasten, gibt es einige Vorkehrungen, die Sie treffen können: 

 

  • Achten Sie auf eine warme Umgebung und schließen Sie alle Fenster, um zu vermeiden, dass Ihre Katze frieren muss.
  • Dinge, an denen sich Ihre Katze festkrallen kann oder die sie irritieren könnten, sollten Sie aus dem Raum entfernen.
  • Legen Sie ein Handtuch bereit, um Ihre Katze anschließend abtrocknen zu können. 
  • Wählen Sie ein spezielles Katzenshampoo, welches auf Ihre Samtpfote abgestimmt ist. 
  • Schließen Sie die Tür zum Badezimmer. 
  • Falls es Ihnen möglich ist, empfehlen wir Ihnen, Ihre Katze in einem Waschbecken zu baden. Die Größe der Badewanne könnte Ihre Fellnase womöglich überfordern. 

 

Wie sollte während des Katzenbads vorgegangen werden? 

  1. Zunächst ist es wichtig, Ihre Katze behutsam an das Baden zu gewöhnen. Falls Sie eine junge Katze haben, hilft es, diese so früh wie möglich mit Wasser in Kontakt zu bringen. Somit erleichtern Sie sich und auch Ihrer Samtpfote unausweichliche Bäder in der Zukunft. 
  2. Beginnen Sie damit, das Waschbecken oder eine Schüssel mit lauwarmem Wasser zu befüllen. Es reicht aus, wenn das Wasser etwas höher als die Pfoten Ihrer Katze reicht. 
  3. Bevor das Baden richtig losgehen kann, kämmen oder bürsten Sie Ihre Katze noch einmal gründlich. Somit können lose Haare entfernt werden.
  4. Setzen Sie Ihre Samtpfote nun behutsam in das Wasser und befeuchten Sie sie langsam mithilfe eines Bechers. In vielen Fällen erschrecken sich Katzen vor herkömmlichen Duschaufsätzen. 
  5. Nachfolgend können Sie das Katzenshampoo sanft in das Fell Ihrer Katze auftragen. Es ist essenziell, dass Sie spezielles, auf Ihre Katze abgestimmtes, Shampoo verwenden. Andernfalls kann es zu Hautaustrocknung oder Allergien bei Ihrer Fellnase kommen. Zudem sollten Sie darauf achten, Augen und Ohren auszusparen. 
  6. Abschließend spülen Sie das Shampoo sorgfältig aus und trocknen Ihre Katze unmittelbar ab, um sicherzustellen, dass sie sich nicht erkältet. Es lohnt sich auszutesten, ob Ihre Samtpfote Angst vor einem Föhn hat. Damit könnte das Trocknen schneller vorangetrieben werden. 

 

Im Allgemeinen ist es wichtig zu bedenken, dass Katzen wirklich nicht oft gebadet werden müssen. Zu häufiges Baden könnte im schlimmsten Fall die natürliche Schutzschicht stören, die dafür sorgt, dass das Fell Ihrer Katze geschmeidig und gesund bleibt. Freigängerkatzen sollten nicht mehr als fünf bis sechs Mal im Jahr gebadet werden, wohingegen es sich bei Hauskatzen auf bis maximal drei Mal jährlich beschränkt. Eine Ausnahme wäre selbstverständlich die Beseitigung lästiger Parasiten. 

Aktualisiert: 02.04.2020

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