Wie viel Schlaf benötigen Hunde?

Hunde schlafen sehr viel mehr als Menschen. Doch wie viel Schlaf ist normal, wie sehr schadet ihnen Schlafmangel und was können Hundebesitzer gegen Schlaflosigkeit ihrer Vierbeiner unternehmen?

„Ich bin heute hundemüde!“ Dieser Spruch hat seinen Grund: Hunde brauchen deutlich mehr Ruhe- und Schlafphasen als Menschen. Die Vierbeiner sammeln durch Pausen neue Energie, regenerieren und verarbeiten, was sie am Tag erlebt haben. Dabei sind ein guter Schlafplatz und sogar auch Schlafrituale wichtig, um einen ruhigen Schlaf zu fördern. Schlafmangel kann dagegen zu Gesundheitsproblemen und auffälligem Verhalten führen.

 

 

Wie lange schlafen Hunde für gewöhnlich?

Hunde benötigen je nach Rasse und Alter zwischen 12 und 20 Stunden Schlaf am Tag. Sie schlafen also mindestens 50 Prozent des Tages oder mehr. Das erscheint auf den ersten Blick sehr viel, doch ist das nicht ungewöhnlich. Ein erwachsener Hund braucht weniger Schlaf, wohingegen Welpen, ältere oder kranke Hunde deutlich mehr schlafen müssen. Doch befinden sie sich nicht die ganze Zeit in einer Tiefschlafphase. Diese macht nur etwa 20 Prozent ihrer Ruhezeit aus. Der Schlaf von Hunden wird in Dösen, Ausruhen und tatsächliches Schlafen unterschieden. Wenn sie also die meiste Zeit des Tages in ihrem Körbchen liegen und entspannen, ist das völlig normal. Außerdem schlafen sie nicht wie Menschen meist am Stück, sondern immer wieder in kleinen Etappen. Wenn Hunde nachts durchschlafen, passen sie sich einfach dem Schlafverhalten ihres Besitzers an. 

 

 

Das macht einen guten Schlafplatz für Hunde aus

Ein erholsamer Schlafplatz ist für Hunde sehr wichtig, um wirklich zur Ruhe zu kommen. Jeder Hund entscheidet selbst, wie er gerne schlafen möchte. Hundebesitzer, die sehr aufmerksam sind, finden die Bedürfnisse ihres Vierbeiners heraus und richten dementsprechend einen Schlafplatz ein. Dieser sollte möglichst viel Ruhe bieten, doch nicht zu weit weg von den Besitzern sein, da sich der Hund andernfalls schnell alleine fühlt. Hunde schlafen gerne mit dem Rücken zur Wand und in einer Ecke des Zimmers, denn so können sie alles gut überblicken. Sie fühlen sich hier sicher und geborgen. Am besten liegt auch kein Spielzeug in der Nähe des Schlafplatzes, da sich Hunde davon schnell ablenken lassen. Das Hundekörbchen darf nicht zu hart oder zu weich sein.  Ist es zu hart, können bei dem Hund unangenehme Druckstellen entstehen. Wenn es zu weich ist, findet der Hund keinen Halt und die Muskeln werden zu sehr beansprucht. Außerdem ist es wichtig, dass das Körbchen groß genug ist, sodass sich der Hund vollständig darin ausstrecken kann.

 

 

Schlafmangel führt zu Gesundheitsproblemen und auffälligem Verhalten

Schläft ein Hund zu wenig, kann dies zu gravierenden Gesundheitsproblemen und auffälligem Verhalten führen. Er ist überdreht, reizbar und anfälliger für Krankheiten. Bei den Auswirkungen des Schlafmangels werden fünf Phasen unterschieden:

  1. Zunächst sind Hunde stark überdreht, wenn sie nicht ausreichend Schlaf bekommen.
  2. Nimmt der Schlafmangel weiter zu, leiden seine Konzentration und die motorischen Fähigkeiten darunter.
  3. Anschließend wird er immer nervöser und vor allem schnell reizbar.
  4. Die Anfälligkeit für Krankheiten nimmt zu und Hunde werden mitunter sehr aggressiv.
  5. Schließlich können schwere und oftmals chronische Erkrankungen die Folge von Schlafmangel sein.

Daher ist es wichtig, den Hund bei einem guten und ausreichendem Schlaf zu unterstützen. Außerdem kann das Schlafverhalten gezielt trainiert werden, wie auch mit Kindern. Schlafrituale helfen dem Hund, sich auf die Schlafenszeit vorzubereiten. Hundebesitzer können sich auch mit ihm hinlegen und ihn so beruhigen. Ruhe ist sehr wichtig, um den Schlaf nicht zu stören. Daher sollte übermäßiger Lärm vermieden werden. Hunde haben Angst, etwas Wichtiges verpassen zu können. Daher sind sie schnell hellwach, wenn etwas Aufregendes um sie herum geschieht. Das sollte bestenfalls vermieden werden.

 

 

Schlaflosigkeit bei Hunden

Doch was tun, wenn der Hund einfach nicht schlafen möchte oder sogar völlig überdreht ist? Schlaflosigkeit gibt es ebenso wie bei Menschen auch bei Hunden. Sie tritt auf, wenn der Vierbeiner tagsüber nicht ausreichend Auslauf bekommen hat oder geistig nicht gefördert wurde. Schläft er am Tag beispielsweise viel, weil er nicht beschäftigt wird, so leidet er nachts an Schlaflosigkeit und hält auch seinen Besitzer nicht selten vom Schlafen ab. Daher sollten Hunde je nach Rasse mindestens 30 Minuten am Tag Beschäftigung bekommen. Dazu zählt unter anderem das Erlernen neuer Kommandos, Beschäftigungs- und Suchspiele sowie das Ballwerfen. 

 

 

Fazit: Schlafverhalten von Hunden

Hunde schlafen deutlich mehr als Menschen - je nach Alter und Rasse zwischen 12 und 22 Stunden pro Tag. Dabei sind die Vierbeiner aber nicht immer im Tiefschlaf. Oft ruhen sie sich nur aus und verarbeiten Geschehnisse des Tages. Deshalb ist ausreichend Ruhe auch sehr wichtig für sie. Besitzer sollten darauf achten, dass ihr Hund einen Schlafplatz hat, an dem er sich wohlfühlt.  Falls Hundebesitzer merken, dass ihr Vierbeiner nicht genügend schläft, kann ein Wechsel vom Schlafplatz oder ein ausgiebiger Abendspaziergang schon hilfreich sein. Schlafmangel kann zu Verhaltensauffälligkeiten und im schlimmsten Fall zu chronischen Krankheiten führen. Deswegen sollte er unbedingt vermieden werden.

Aktualisiert: 22.12.2020

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