Warum schläft meine Katze so viel?

Alles rund um die Schlafgewohnheiten der Samtpfoten

Für viele Katzenhalterinnen und Katzenhalter mag es so wirken, als würde der Stubentiger den ganzen Tag auf dem faulen Pelz liegen und friedlich vor sich hin schlummern. Der Schein trügt allerdings, denn obwohl Katzen viel Ruhe brauchen, sind sie die meiste Zeit über nur in einem leichten Schlaf. Mehr zu den Schlafgewohnheiten von Katzen können Sie hier erfahren. 

 

Raubtierinstinkt beeinflusst das Schlafmuster 

Katzen sind vermehrt am Morgen und Abend auf den Beinen, denn sie sind von Natur aus dämmerungsaktiv. Dies beruht auf ihrem Jagdinstinkt, denn die Vorfahren der Katze gehören zu den Raubtieren. 

Nichtsdestotrotz passen sich Katzen auch gerne an ihre Bezugspersonen an. Wenn Frauchen und Herrchen also abends schlafen gehen oder tagsüber abwesend sind, nutzen Katzen diese Zeit um ihre Energiereserven aufzufüllen. Anders ist es allerdings bei Freigängern, die oft dabei bleiben, nachts auf die Pirsch zu gehen. Dies kann ihnen aber auch abgewöhnt werden, indem die Katze nur tagsüber aus dem Haus gelassen wird. 

 

 

So viel Schlaf brauchen die Samtpfoten

Die Dauer des Schlafs liegt tatsächlich auch im Jagdverhalten der Katzen begründet. Denn die jagdtypischen Tätigkeiten wie zum Beispiel Schleichen, Klettern oder die Verfolgung der Beute verlangen der Fellnase einiges an Energie ab. Hinzu kommt, dass die Sinne auf ein Maximum geschärft sind und der Körper stetig Adrenalin produziert. 

All das sorgt dafür, dass Katzen im Schnitt täglich zwischen 13 und 16 Stunden mit schlafen beschäftigt sind. Selbstverständlich hängt das Schlafbedürfnis zusätzlich noch von anderen Faktoren wie Alter, Wetterlage und Krankheiten ab. Was für uns nun auf den ersten Blick nach einer beachtlichen Summe klingt, muss jedoch noch näher beleuchtet werden. Schlaf ist bei den Samtpfoten nämlich nicht gleich Schlaf!

 

 

Wie Katzen schlafen 

In erster Linie unterscheidet man bei Katzen zwischen zwei Schlafphasen: leichter Schlaf und Tiefschlaf. Diese wechseln sich über den Tag verteilt ab.

Der leichte Schlaf gleicht eher einem Dösen. Dabei wird in erster Linie der Körper der Katze entspannt und die Augen sind entweder geschlossen oder leicht geöffnet. Der entscheidende Unterschied zum Tiefschlaf liegt darin, dass die Katze in jedem Augenblick von Umgebungsgeräuschen geweckt werden könnte, da die Sinne weiterhin wach bleiben. Diese Phase kann bis zu 30 Minuten andauern. 

Der Tiefschlaf fällt mit bis zu 7 Minuten deutlich kürzer aus, ermöglicht der Katze allerdings auch ihren Geist auszuruhen. Die Sinne sind nicht ganz so geschärft und die Muskeln locker. In dieser Phase träumen Katzen durchaus und Pfoten, Schwanzspitze sowie Ohren können sich leicht bewegen, da die Ereignisse des Tages noch einmal durchlebt und so verarbeitet werden. Für uns mag es den Anschein erwecken, dass die Katze unruhig ist und gerade unter einem Albtraum leidet. Von einem abrupten Aufwecken der Katze ist in solchen Fällen abzuraten, da sie sich erschrecken könnte.

Von den 13-17 täglichen Schlafstunden befindet sich die Katze nur ungefähr 4 Stunden im echten Tiefschlaf. 

 

 

Fazit

Die Schlafgewohnheiten einer Katze sind nie in Stein gemeißelt und können von verschiedenen Faktoren abhängen. Wenn Ihre Katze jedoch unter- oder überdurchschnittlich viel schläft, kann dies ein Anzeichen für Krankheiten oder Mängel sein. Deswegen sollten Sie nicht zögern, die Tierärztin oder den Tierarzt Ihres Vertrauens um Rat zu bitten. 

Aktualisiert: 12.08.2021

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