Kissing Spines

Was die Diagnose für Ihr Pferd bedeutet

Die Symptome

Pferde verhalten sich bei Rückenproblemen oft sehr verschieden. Diese Symptome könnten bei Rückenschmerzen auftreten und dementsprechend auch Anzeichen für Kissing Spines sein:

 

  • Lahmheit
  • Taktfehler
  • Ablehnen von bestimmten Lektionen
  • Empfindlichkeit beim Putzen oder Berühren des Rückens
  • Trägheit und Arbeitsunlust
  • Buckeln
  • Sattelzwang
  • Schwungloser Gang
  • Ablehnen vor dem Sprung

 

Die Diagnose und Behandlung

Von Kissing Spines spricht man, wenn sich die Dornfortsätze der einzelnen Wirbel berühren oder überlappen. Durch die Engstellung reiben diese aneinander, sodass schmerzhafte Entzündungen entstehen können. Im äußersten Fall reiben die Wirbel sehr stark aneinander oder wachsen sogar zusammen, wodurch das Pferd unter anhaltenden Rückenschmerzen leiden muss. 

Bei der Diagnose untersucht der Tierarzt den Rücken genauestens hinsichtlich der Ursache der Rückenschmerzen. Besteht der Verdacht auf Kissing Spines, wird das Pferd vom Tierarzt geröntgt, um nähere Auskunft über die Verfassung der Wirbelsäule geben zu können. Zudem wird ermittelt, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist. In einzelnen Fällen ist hierfür die Szintigraphie am aussagekräftigsten, denn sie kann bereits anfängliche Veränderungen festhalten, die auf der Röntgenaufnahme noch nicht erkennbar sind. 

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, ruft dies bei einigen Reitern Bestürzung und Sorge hervor. Denn nun stellt sich die Frage, ob Ihr Pferd jemals wieder voll belastbar sein kann. Mit einem individuell angepassten Trainingsplan und Achtsamkeit ist diese Sorge allerdings unberechtigt. Wichtig ist, dass Sie den entschlossenen Aufbau einer starken Rückenmuskulatur verfolgen und Ihr Pferd mit gymnastizierenden Lektionen unterstützen.  Zusätzlich können Sie mit Vorwärts-Abwärts-Reiten das Voranschreiten der Erkrankung verhindern. Durch diese Dehnungshaltung werden die Wirbel und Dornfortsätze auseinandergezogen und somit die Abstände zwischen den Dornfortsätzen vergrößert sowie die Rückenmuskulatur gestärkt. 

 

Unterstützung durch Zusatzfutter 

Wenn Sie Ihren Schützling noch zusätzlich unterstützen möchten, können Sie Ihren Futterrationen Zusatzfutter beifügen. Essenzielle Aminosäuren wie zum Beispiel Lysin, begünstigen den Muskelaufbau. Des Weiteren bewirken Magnesium und Vitamin E einen optimalen Muskelstoffwechsel. Sollten Sie sich unsicher über die korrekte Ernährung Ihres Pferdes sein, können Sie Ihren Tierarzt des Vertrauens um Rat fragen. 

Aktualisiert: 09.01.2020

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