Katze weggelaufen – was nun?

Ist die eigene Fellnase weggelaufen, steigt von Tag zu Tag die Sorge, das Haustier könnte nie wieder wohlbehalten zurückkehren. Sollten Sie sich in dieser Situation befinden, gilt vor allem : Keine Panik! Es gibt vielfältige Möglichkeiten, wo sich Ihre Katze hinverirrt haben könnte und ebenso viele Wege, die Suche aktiv anzugehen.

Der wahrgewordene Albtraum für Katzenbesitzer: Das Haustier ist entlaufen. Kennt der entwischte Stubentiger die Außenwelt nicht und ist Gefahren wie dem Straßenverkehr normalerweise nicht ausgesetzt, sollten sofort alle Schritte zur Suche angegangen werden. Bei den Freigängerkatzen sollte allerdings mit Ruhe und Schritt für Schritt vorgegangen werden, da es natürlich öfter zu ungewöhnlich langen Abwesenheitsperioden kommen kann.

Ruhe bewahren und Gründe ermitteln

Es gibt vielfältige Gründe, warum Ihre Katze entlaufen sein kann. Neugierde, Hormone, vielleicht wurde sie auch verschreckt oder findet aus anderen Gründen nicht zurück. Viele Katzen leiden beispielsweise nach Umzügen zunächst für einige Zeit an Orientierungsschwierigkeiten. Daher gilt erst mal: Kein Grund zur Panik! Bewahren Sie Ruhe und hören Sie auf Ihr Gefühl: Sie kennen Ihre Katze und ihr Verhalten am besten. Sollten Sie ein ungutes Bauchgefühl haben und das Bedürfnis, eine aktive Suche einzuleiten, haben wir Ihnen im Folgenden alle Informationen zur Verfügung gestellt, die Sie benötigen, um erste Schritte einzuleiten.
Besondere Vorsicht ist allerdings bei entlaufenen Wohnungskatzen geboten, da sie nicht für die Gefahren sensibilisiert sind, die sich beispielsweise im Straßenverkehr ergeben. Hier lohnt es sich also sofort die besagten Schritte einzuleiten und sich bereits an die unten aufgeführten Anlaufstellen zu wenden.

Erste Schritte

Sollten Sie Ihre Fellnase auf Anhieb nicht entdecken, lohnt es sich, alle möglichen Verstecke innerhalb und außerhalb Ihrer Wohnung zu durchkämmen. Die neugierigen Tiere sind körperlich sehr flexibel und verstecken sich daher auch gerne in kleineren Schränken oder unter Sofas. Sie könnten sogar durch eine offene Küchenschublade geschlüpft sein und sich so hinter dem Küchentresen befinden. Weiterhin lohnt es sich, einen Blick in den Garten oder auf den Balkon zu werfen, wo sie sich in Gebüschen oder Sträuchern befinden könnten.

Als Nächstes kümmern Sie sich um die nähere Umgebung Ihres Wohnorts. Nehmen Sie eine Ihrer Katze bekannte Leckerlidose mit, mit der Sie rascheln können, um die Katze aus ihrem Versteck zu locken. Auch das bekannte Spielzeug Ihrer Katze kann hier hilfreich sein. Mit Lockrufen und dem Namen der Katze können Sie diese dann eventuell unter in der Nähe geparkten Autos oder auch auf Bäumen entdecken. 

Bitten Sie Ihre Nachbarn, einen Blick in deren Keller, Garagen oder Schuppen werfen zu dürfen. Ein offenes Fenster und eine sich langsam schließende Kellertür lädt so manch einen neugierigen Ausreißer nämlich schnell zum Hineinschlüpfen ein.

Sollten Sie dabei keinen Erfolg haben, wiederholen Sie die Suche bei Dämmerung. Mitunter trauen sich die entlaufenen Fellnasen erst bei der Ruhe der eintretenden Nacht aus ihren Verstecken.

Fruchten diese Versuche nicht, gehen Sie die nächsten Schritte an, die wir Ihnen im Folgenden schildern. 

Das Suchplakat

Erhöhen Sie den allgemeinen Suchradius durch die Mithilfe aufmerksamer Passanten. Indem Sie Steckbriefe zum Beispiel am Schwarzen Brett des Einkaufszentrums oder bei Ihrem Tierarzt aushängen oder auslegen lassen, können Tierfreunde, die auf Ihr Suchplakat stoßen, die Augen offen halten und sich gegebenenfalls bei Ihnen melden.

Folgende Parameter sollte Ihr Suchplakat enthalten:

  • Namen der Katze
  • Verlustdatum und Verlustort
  • Foto der Katze, auf dem sie möglichst gut zu erkennen ist
  • Fellfarbe und ggf. besondere Kennzeichen
  • Ihre Kontaktdaten

Relevante Anlaufstellen

  • Polizei
  • Tierheime/Tierschutzvereine
  • Tierregister wie TASSO oder FINDEFIX
  • Tierärzte
  • Stadt/Gemeinde

Es kommt vor, dass Personen, denen eine Katze zugelaufen ist, diese zur Polizei bringen, weil sie sonst nicht wissen, was sie mit ihr machen sollen. Die Katze wird dann als Fundsache registriert und in einem Tierheim untergebracht. Wählen Sie dafür nicht die Notrufnummer 110, sondern die Nummer der örtlichen Polizei. Diese kann Ihnen dann gegebenenfalls mitteilen, in welchem Tierheim die Katze abgegeben wurde.

Sollten Sie Ihr Tier im Vorhinein gechippt haben, geben Sie die Chipnummer unbedingt bei den Anlaufstellen durch. Diese kann der Suche äußerst nützlich sein. Weitere Informationen zur Mikrochipregistrierung finden Sie am Ende des Artikels.

Social Media nutzen

Das Foto Ihrer Katze können Sie zusätzlich noch schnell und einfach auf Ihren Social-Media Kanälen hochladen. Bitten Sie Ihre Follower, den Aufruf zu teilen. Weitere Aufmerksamkeit generieren Sie beispielsweise durch ein Posting in der städtischen Facebook-Gruppe. 

Sollten Sie keinen Account auf der Plattform besitzen, können Sie ein Familienmitglied oder Bekannte darum bitten, den Suchaufruf in Ihrem Namen zu posten.

Fazit

Es ist am besten, wenn Sie die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben. Man liest und hört immer wieder mal von Katzen, die nach Monaten oder gar Jahren wieder zu ihren Familien zurückgekommen sind.

Es kann auch sein, dass der Freigänger sich einfach eine neue Familie gesucht hat und dort versorgt wird, bis er eines Tages wieder zurückkehrt.

Informieren Sie die Nachbarn, Haustierregister, Tierärzte, Tierheime und Tierpensionen über die entlaufene Katze. Gehen Sie die Außensuche richtig an, nutzen Sie eine Leckerlidose und wiederholen Sie dies zu verschiedenen Tageszeiten. Bereiten Sie einen aktuellen Steckbrief vor und verteilen Sie diesen, um Ihren Suchradius zu erhöhen. Lassen Sie Ihre Katze chippen und vergessen Sie nicht, den Chip bei TASSO oder FINDEFIX zu registrieren. So können Sie Ihren Liebling mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederfinden.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Tipps bei der Suche nach Ihrer entlaufenen Katze helfen können!

Hier können Sie Ihr Tier präventiv per Mikrochip registrieren:

Präventiv sollten Sie Ihr Tier Chippen lassen und dieses dann bei mindestens einem Dienst wie TASSO oder FINDEFIX – Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes selbst registrieren. Das geht ganz einfach online:

  • Klicken Sie auf einen der beiden oben angegebenen Links.
  • Geben Sie die einmalige Codierung des Chips an (= Transpondernummer = Mikrochip-Nummer)
  • Ergänzen Sie die Daten zu Ihrer Fellnase und natürlich Ihre Kontaktdaten.
  • Speichern Sie die Angaben.