Die Körpersprache der Pferde

Was die Körperhaltung von Pferden aussagt

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Auch wenn sich der ein oder andere Pferdebesitzer sicher manchmal wünscht, dass das eigene Pferd ihm einfach erzählen könnte, was es gerade denkt oder fühlt - Pferde können nicht mit uns sprechen. Oder doch? Wer auf die Körpersprache seines Tieres genau achtet, kann die Botschaften meist ganz gut erkennen. Wir klären, was uns die Körperhaltung der Pferde verrät.

Körpersprache lesen, Pferde verstehen

Wer sein Pferd gut kennt, der weiß vermutlich meistens, wie es dem Tier gerade geht und ob es gut oder schlecht gelaunt ist. Aber auch allen anderen geben Pferde mit ihrer Körperhaltung Hinweise darauf, wie es ihnen geht. Steht ein Pferd beispielsweise mit leicht gesenktem Kopf und hat ein Hinterbein angewinkelt, ist es wahrscheinlich gerade entspannt und ruht sich aus. Eine sehr aufrechte und angespannte Körperhaltung deutet dagegen auf das Gegenteil hin: Das Pferd ist vermutlich aufgeregt oder nervös.

Ohren, Nüstern, Schweif und Co.: Was verraten sie uns über das Pferd?

Pferdeohren

An den sehr beweglichen Pferdeohren lässt sich viel ablesen: Ist das Pferd angespannt oder gelassen und worauf richtet es seine Aufmerksamkeit? Sind die Ohren leicht nach hinten oder zur Seite geneigt, ist sehr wahrscheinlich alles in Ordnung. Das Pferd ist entspannt und döst vor sich hin. Sind die Ohren dagegen eng angelegt, ist Vorsicht geboten - das Tier ist nicht gut gelaunt und droht seinem Gegenüber vielleicht sogar. Stehen die Ohren gerade aufgerichtet nach oben, heißt das, dass Pferd ist konzentriert und zeigt Interesse am Geschehen. Zeigen die Ohren allerdings in unterschiedliche Richtungen, deutet das darauf hin, dass das Pferd nicht genau weiß, auf welches wahrgenommene Signal es seine Aufmerksamkeit richten soll.

Pferdenüstern

Pferde reagieren auf Gerüche besonders sensibel, da ihr Geruchssinn um einiges ausgeprägter als der von Menschen ist. Nimmt ein Pferd einen unbekannten Geruch wahr, hinter dem es womöglich eine Gefahr vermutet, blähen sich seine Nüstern auf. Das signalisiert seinen Beobachtern, dass es sich in einem Alarmzustand befindet und bereit ist, zu fliehen.

Pferdeschweif

Auch der Schweif des Pferdes kann Hinweise darauf geben, wie es dem Tier geht. Schwingt der Schweif beispielsweise leicht von einer Seite zur anderen, können Sie davon ausgehen, dass es dem Pferd gut geht, es entspannt ist oder sich freut - ähnlich also, wie bei einem Hundeschwanz. Schlägt das Pferd allerdings regelrecht mit dem Schweif umher, fühlt es sich von etwas gestört. Das kann die Gesamtsituation sein oder bloß ein Insekt, das um das Tier herumfliegt. Anders sieht wiederum aus, wenn sich das Pferd seinen Schweif zwischen die Hinterbeine klemmt. Dann können Sie davon ausgehen, dass das Pferd vor irgendetwas Angst hat.

Pferdeaugen

Ein Blick in die Augen Ihres Pferdes kann Ihnen oft verraten, wie sich das Tier fühlt. Geht es dem Pferd nicht gut, ist das oft an den Augen zu erkennen. Rollt es beispielsweise so stark mit den Augen, dass das Weiß zum Vorschein kommt, ist das ein klares Zeichen, dass das Pferd gerade Angst hat und in Panik verfällt. Wirken die Augen trüb und der Blick ausdruckslos, kann es sein, dass das Tier Schmerzen hat oder es sich unwohl fühlt. Ein aufgeweckter, lebensfroher Ausdruck gibt dagegen Entwarnung: Ihrem Pferd scheint es gut zu gehen.

Aktualisiert: 28.08.2019

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