Impfsarkom bei Katzen als Folge einer Impfung?

Katze wird geimpft © istockphoto, Kwangmoozaa

Das Feline Impfassoziierte Fibrosarkom wird umgangssprachlich auch oft als Impfsarkom bezeichnet. Es handelt sich um einen bösartigen Tumor des Bindegewebes, also eine Form von Hautkrebs bei Katzen. Obwohl Impftumore auch bei Frettchen und Hunden auftreten, scheinen Katzen besonders empfindlich zu sein. Wissenswertes über das sogenannte Impfsarkom erfahren Sie hier.

Felines Fibrosarkom infolge einer Impfung?

Die genaue Ursache für Feline Fibrosarkome ist bisher noch unklar. Zwar wird ein Zusammenhang mit der Impfung vermutet – ganz besonders mit den reizenden Zusatzstoffen der Totimpfstoffe und dem Tollwut-Impfstoff – allerdings konnte das bisher noch nicht sicher bewiesen werden. Die Tumore können sich noch bis zu drei Jahre nach einer Impfung entwickeln, sodass ein Zusammenhang fraglich erscheint. 

Es besteht die Möglichkeit, dass Katzen generell sehr empfindlich auf die Gewebsreizung beim Spritzen reagieren und die Inhaltsstoffe der Impfungen lediglich das Risiko zur Bildung eines Impfsarkoms erhöhen. Eventuell können auch Insektenstiche, die Verabreichung anderer reizender Medikamente oder die Implantierung des Mikrochips zur eindeutigen Identifizierung der Katze die Krebsentstehung auslösen.

Andere mögliche Ursachen des Felinen Fibrosarkoms

Möglicherweise ist die Ursache auch genetisch bedingt, sodass Katzen bestimmter Familien oder einzelne Katzen häufiger betroffen sind als andere.

Fibrosarkome entstehen bei Katzen meist im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Ob diese Häufung mit der im Laufe des Lebens steigenden Anzahl erfolgter Impfungen hängt, oder lediglich in dem im Alter natürlicherweise steigenden Krebsrisiko begründet ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Rasse oder Geschlecht der Katzen scheinen keine Rolle zu spielen.

Anzeichen eines Impfsarkoms bei Katzen

Bei der Bildung eines "Impftumors" bei Katzen kommt es allgemein zu einer chronischen Entzündung der Impfstelle in Haut und Unterhaut. Das großflächige Absterben der Zellen hat eine Reizung des Gewebes und schließlich die Entartung der Bindegewebszellen zur Folge – ein wachsender Tumor entsteht.

Typisch für solche Sarkome ist die Bildung von mehr oder weniger harten Knoten in der Unterhaut an der Impfstelle – diese liegt bei Katzen meist zwischen den Schulterblättern, im Nacken, am Oberschenkel, der Flanke oder der Brustwand. Wenn Fibrosarkome ohne erkennbaren Zusammenhang zur Impfung entstehen, bilden sich diese Knoten meist an der Lippe, zwischen den Zehen oder an den Beinen.

Solche Entzündungsreaktionen in Folge einer Impfung kommen bei Katzen häufig vor und verschwinden in der Mehrheit der Fälle wieder von selbst. Bleibt eine Schwellung jedoch über längere Zeit – also länger als zwei bis drei Monate – bestehen, wächst sie auffällig oder ist sie größer als zwei Zentimeter im Durchmesser, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

Impfung – sinnvoll oder schädlich?

Aufgrund des Risikos der Entstehung eines Impfsarkoms, sollte, abgesehen von der Grundimmunisierung mit den Core-Impfstoffen, bei jeder Impfung der Nutzen für die Katze genau abgewogen werden. Da Katzen offenbar zur Bildung von imfpassoziiertem Hautkrebs neigen, sind Maßnahmen zur Minimierung der Non-Core-Impfungen durchaus vertretbar.

Als Katzenbesitzer sollte man im Fall der Non-Core-Impfstoffe das Für und Wider jeder Impfung genauestens mit dem behandelnden Tierarzt besprechen. Konnte eine Katze mit Impfsarkom erfolgreich behandelt werden, sollte sogar darüber nachgedacht werden, ob die Auffrischungen der Core-Impfungen durchgeführt werden sollten, da jede weitere unnötige Spritze die erneute Entstehung von Hautkrebs zur Folge haben könnte.

Bei gesunden Katzen ist das Risiko eines möglichen Impfsarkoms jedoch kein Grund, auf die notwendigen Core-Impfungen zu verzichten.

Aktualisiert: 19.05.2017 – Autor: Marion Schmitt

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